ÖSD-Prüfung: Alles zum Österreichischen Sprachdiplom Deutsch
Das Österreichische Sprachdiplom Deutsch (ÖSD) ist eine international anerkannte Sprachprüfung, die in Österreich für Aufenthaltstitel, Staatsbürgerschaft und Hochschulzugang genutzt wird. Im Gegensatz zum Goethe-Zertifikat, das auf bundesdeutsches Deutsch ausgerichtet ist, berücksichtigt das ÖSD die österreichische Variante des Deutschen – ein nicht zu unterschätzender Vorteil für alle, die in Österreich leben und arbeiten.
ÖSD-Niveaus
Das ÖSD bietet Prüfungen auf den Niveaus A1, A2, B1, B2, C1 und C2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) an. Die Prüfung besteht aus den Modulen Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen.
Vorbereitung
WIFI, BFI, Volkshochschulen und private Sprachschulen bieten ÖSD-Vorbereitungskurse an. Übungsmaterialien und Modellprüfungen gibt es kostenlos auf der ÖSD-Website. Die beste Vorbereitung: ein Deutschkurs, der auf das ÖSD-Format ausgerichtet ist, plus intensive Übung der Prüfungsformate.
Prüfungszentren und Kosten
ÖSD-Prüfungen können an über 400 Prüfungszentren weltweit abgelegt werden – in Österreich an Volkshochschulen, BFI-Standorten, WIFI und ÖIF-Stellen. Die Prüfungsgebühren liegen je nach Niveau zwischen 120 und 250 Euro.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen ÖSD und ÖIF-Prüfung?
Die ÖIF-Integrationsprüfung beinhaltet neben dem Sprachtest auch Fragen zu Werte- und Orientierungswissen. Die ÖSD-Prüfung ist eine reine Sprachprüfung. Beide werden für Aufenthaltszwecke anerkannt.
Wie oft kann ich die ÖSD-Prüfung wiederholen?
Beliebig oft. Es gibt keine Wartefrist zwischen den Prüfungsversuchen. Sie können einzelne Module (z.B. nur Schreiben) wiederholen, wenn Sie die anderen bestanden haben.
Ist die ÖSD-Prüfung schwieriger als das Goethe-Zertifikat?
Nein, die Schwierigkeit ist vergleichbar. Der Unterschied liegt in der österreichischen Sprachvariante – Wortschatz und Hörtexte orientieren sich am österreichischen Deutsch. Wer in Österreich lebt, hat hier sogar Vorteile.