Pflegeassistenz-Ausbildung: Einstieg in einen Beruf mit Zukunft

Österreich hat einen massiven Pflegenotstand – und das wird sich in den nächsten Jahrzehnten verschärfen. Die Babyboomer gehen in Pension, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, und es fehlen tausende Pflegekräfte. Für Menschen, die einen sinnvollen, sicheren und gut bezahlten Beruf suchen, ist die Pflegeassistenz eine der attraktivsten Optionen.

Was macht eine Pflegeassistentin?

Pflegeassistenz-Ausbildung: Einstieg in einen Beruf mit Zukunft

Pflegeassistentinnen unterstützen diplomierte Pflegekräfte bei der Betreuung und Pflege von Menschen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und der mobilen Pflege. Zu den Aufgaben gehören Körperpflege, Mobilisation, Vitalzeichenkontrolle, Medikamentenverabreichung (nach Anordnung) und die Begleitung von PatientInnen im Alltag.

Die Ausbildung

Die Pflegeassistenz-Ausbildung dauert ein Jahr (1.600 Stunden, davon mindestens 800 Stunden Praxis) und kann bei BFI, Rotem Kreuz, Caritas, Hilfswerk und Krankenhausschulen absolviert werden. Es gibt keine Altersgrenze und kein Matura-Erfordernis – die Ausbildung steht allen offen.

Ausbildungsinhalte

  • Grundlagen der Pflege und Pflegeplanung
  • Anatomie und Physiologie
  • Hygiene und Infektionsprävention
  • Erste Hilfe und Notfallmanagement
  • Kommunikation und Ethik
  • Praktische Pflegeübungen
  • Rechtliche Grundlagen (GuKG)

Kosten und Förderungen

Die Ausbildungskosten variieren je nach Anbieter (1.500-5.000 Euro). Die gute Nachricht: Das AMS fördert die Pflegeassistenz-Ausbildung häufig komplett – inklusive Kurskosten und Beihilfe zum Lebensunterhalt. Die AMS-Pflegestiftung und das Fachkräftestipendium sind die wichtigsten Förderprogramme. In einigen Bundesländern gibt es zusätzliche Pflegestipendien.

Gehalt und Karriere

Pflegeassistenz-Ausbildung: Einstieg in einen Beruf mit Zukunft - illustration

Das Einstiegsgehalt für Pflegeassistentinnen liegt bei etwa 2.200-2.500 Euro brutto (Vollzeit, 14 Monatsgehälter). Dazu kommen Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste, die das Gehalt deutlich erhöhen können. Karrieremöglichkeiten: Pflegefachassistenz (weitere Ausbildung), Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (FH-Studium).

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mit 45 noch Pflegeassistentin werden?

Ja, absolut. Es gibt keine Altersgrenze. Viele QuereinsteigerInnen starten die Pflegeausbildung in der zweiten Lebenshälfte – die Lebenserfahrung ist ein echter Vorteil in der Pflege.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz?

Die Pflegeassistenz dauert ein Jahr, die Pflegefachassistenz zwei Jahre. Pflegefachassistentinnen haben erweiterte Kompetenzen und ein höheres Gehalt. Wer die Pflegeassistenz hat, kann die Pflegefachassistenz in einem weiteren Jahr aufbauen.

Wird die Ausbildung vom AMS bezahlt?

In vielen Fällen ja. Die AMS-Pflegestiftung übernimmt Kurskosten und zahlt eine Beihilfe zum Lebensunterhalt. Sprechen Sie mit Ihrer AMS-Beratung über die Fördermöglichkeiten.

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