Immobilien – Kurse und Lehrgänge in Österreich

Die Immobilienbranche in Österreich unterliegt der Gewerbeordnung (§ 94 Z 35 GewO). Die drei reglementierten Gewerbe – Immobilienmakler, Immobilienverwalter und Bauträger – erfordern eine Befähigungsprüfung oder einen gleichwertigen akademischen Abschluss (z. B. ein einschlägiges FH-Studium). Die Befähigungsprüfung Immobilientreuhänder besteht aus vier Modulen und wird von der WKO (Wirtschaftskammer Österreich) abgenommen. Die vier Module sind in den Befähigungsprüfungsordnungen der WKO geregelt: eine schriftliche und eine mündliche Fachprüfung, die Ausbilderprüfung und die Unternehmerprüfung. Die Reihenfolge der Module ist frei wählbar. Das WIFI bietet in mehreren Bundesländern Vorbereitungslehrgänge an; Umfang und Kosten weist das Kursbuch der jeweiligen Landesstelle aus.

Für die laufende Fortbildung nach der Zulassung verpflichten sich Mitglieder der ÖVI (Österreichischer Verband der Immobilienwirtschaft) laut deren Ehrenkodex zu mindestens acht Stunden pro Jahr und fachspezifisch tätigem Mitarbeiter. ÖVI und WIFI bieten entsprechende Fortbildungsprogramme an. Lehrgänge sind über Bildungskonto des Landes Oberösterreich und Landesförderungen finanzierbar.

Weiterbildung nach Stadt

Häufig gestellte Fragen

Wie werde ich Immobilienmakler in Österreich?

Sie benötigen eine Befähigungsprüfung für das reglementierte Gewerbe Immobilientreuhänder (§ 94 Z 35 GewO) oder einen gleichwertigen Abschluss (z.B. einschlägiges FH-Studium). Das WIFI bietet Vorbereitungslehrgänge an. Zulassungsvoraussetzung: Vollendung des 18. Lebensjahres.

Wie viele Fortbildungsstunden brauchen Immobilienmakler?

Mitglieder der ÖVI (Österreichischer Verband der Immobilienwirtschaft) verpflichten sich laut Ehrenkodex zu mindestens acht Stunden Aus- und Weiterbildung pro Jahr und fachspezifisch tätigem Mitarbeiter, jährlich dokumentiert. Fortbildungen bieten WIFI, BFI und die ÖVI selbst an.

Was kostet die Immobilientreuhänder-Ausbildung?

Die Kosten des WIFI-Vorbereitungslehrgangs unterscheiden sich je nach Bundesland und werden im Kursbuch der jeweiligen WIFI-Landesstelle veröffentlicht. Zusätzlich fallen Prüfungsgebühren der WKO an. Wer zunächst nur in die Branche hineinschnuppern will, findet bei WIFI und BFI auch kürzere Assistenz-Lehrgänge.

Aus welchen Modulen besteht die Befähigungsprüfung Immobilientreuhänder?

Laut Befähigungsprüfungsordnung der WKO besteht die Prüfung aus vier Modulen: Modul 1 schriftliche Fachprüfung, Modul 2 mündliche Fachprüfung, Modul 3 Ausbilderprüfung, Modul 4 Unternehmerprüfung. Die Reihenfolge ist frei wählbar. Prüfungstermine vergeben die Meisterprüfungsstellen der WKO-Landesstellen.

Was ist der Unterschied zwischen Immobilienmakler, Immobilienverwalter und Bauträger?

Alle drei sind reglementierte Gewerbe nach § 94 Z 35 GewO (Immobilientreuhänder). Immobilienmakler vermitteln Kauf, Miete und Verpachtung. Immobilienverwalter betreuen Liegenschaften für Eigentümer. Bauträger errichten Gebäude auf eigene oder fremde Rechnung. Für jede Tätigkeit ist eine eigene Gewerbeberechtigung erforderlich.

Werden Immobilien-Weiterbildungen gefördert?

Ja, WIFI- und BFI-Lehrgänge sind über Bildungskonto des Landes Oberösterreich, Weiterbildungszeit, Weiterbildungsteilzeit und Länderförderungen (z.B. waff Wien) förderbar. Eine Beratung beim AMS oder waff klärt Förderhöhe und Voraussetzungen.

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