Programmieren lernen am WIFI: Vom Anfänger zum Entwickler

Programmieren lernen mit Mitte 30 – geht das überhaupt? Kurze Antwort: Ja. Lange Antwort: Ja, und das WIFI hat dafür einen ziemlich durchdachten Weg aufgebaut. Die Nachfrage nach EntwicklerInnen in Österreich ist seit Jahren hoch, und die Gehälter liegen deutlich über dem Durchschnitt. Das macht den Quereinstieg in die IT zu einer der lukrativsten Karriereentscheidungen.

WIFI-Programmierkurse im Überblick

Programmieren lernen am WIFI: Vom Anfänger zum Entwickler

Das WIFI bietet Programmierkurse auf verschiedenen Niveaus an – vom Einsteiger-Workshop bis zum mehrsemestrigen Diplom-Lehrgang. Die wichtigsten Programmiersprachen:

Java

Java ist nach wie vor eine der meistgenutzten Programmiersprachen weltweit und in Österreich besonders in Unternehmen gefragt. Das WIFI bietet Java-Kurse vom Grundkurs bis zum zertifizierten Java-Entwickler (Oracle Certified Professional). Der Diplom-Lehrgang dauert etwa zwei Semester und umfasst rund 300 Unterrichtseinheiten.

Python

Python hat sich in den letzten Jahren zur beliebtesten Einsteigersprache entwickelt – und das aus gutem Grund. Die Syntax ist leicht lesbar, die Einsatzgebiete sind vielfältig (Webentwicklung, Datenanalyse, KI) und der Arbeitsmarkt wächst rasant. Das WIFI bietet Python-Kurse mit Schwerpunkt auf Data Science und Automatisierung an.

C# und .NET

In der österreichischen Unternehmenslandschaft ist das Microsoft-Ökosystem stark vertreten. C# und .NET sind die bevorzugten Technologien für Enterprise-Software. Das WIFI hat Lehrgänge, die auf die Microsoft-Zertifizierungen vorbereiten.

Web-Entwicklung

HTML, CSS, JavaScript und Frameworks wie React oder Angular – die Web-Entwicklung ist das Einstiegstor für viele QuereinsteigerInnen. Das WIFI bietet Kompaktkurse und Diplom-Lehrgänge in Full-Stack-Web-Development an.

Der WIFI-Diplom-Lehrgang Software Development

Das Flaggschiff der WIFI-Programmierausbildung ist der Diplom-Lehrgang Software Development. In zwei bis drei Semestern (berufsbegleitend, meist abends und samstags) lernen Sie die Grundlagen der Softwareentwicklung von der Programmierlogik bis zur Datenbankanbindung. Am Ende steht ein Praxisprojekt und das WIFI-Diplom.

Die Kosten liegen bei 4.000 bis 6.500 Euro je nach Bundesland – klingt viel, ist aber durch AMS-Förderung, Länderförderung und steuerliche Absetzbarkeit deutlich günstiger in der Praxis.

Quereinstieg in die IT: Realistische Erwartungen

Eine ehrliche Einschätzung: Mit einem WIFI-Kurs allein werden Sie nicht zum Senior Developer. Aber der Kurs gibt Ihnen das Fundament, auf dem Sie aufbauen können. Die meisten erfolgreichen QuereinsteigerInnen kombinieren den WIFI-Kurs mit Eigeninitiative – Online-Tutorials, eigene Projekte auf GitHub, Meetups der lokalen Developer-Community.

Was realistisch ist: Nach einem Jahr intensiven Lernens (WIFI-Lehrgang plus Selbststudium) können Sie sich als Junior Developer bewerben. Die Einstiegsgehälter liegen in Österreich bei 35.000 bis 42.000 Euro brutto pro Jahr – und steigen mit Erfahrung schnell an.

WIFI vs. BFI vs. FH – was soll ich wählen?

Programmieren lernen am WIFI: Vom Anfänger zum Entwickler - illustration

Das WIFI punktet mit praxisnahen Kursen und flexiblen Zeitmodellen. Das BFI hat ähnliche Angebote, oft etwas günstiger. Fachhochschulen bieten akademische Abschlüsse (Bachelor, Master), was für die langfristige Karriere Vorteile hat. Mein Tipp: Wenn Sie schnell in den Beruf wollen, WIFI. Wenn Sie langfristig denken und Zeit haben, FH.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich Vorkenntnisse für den WIFI-Programmierkurs?

Für Einsteigerkurse nicht. Grundlegende Computer-Kenntnisse und logisches Denkvermögen reichen. Die Diplom-Lehrgänge starten bei Null und bauen systematisch auf.

Welche Programmiersprache soll ich zuerst lernen?

Python für Data Science und KI, Java oder C# für klassische Softwareentwicklung, JavaScript für Web-Entwicklung. Im Zweifel: Python – es ist am vielseitigsten und am leichtesten zu lernen.

Kann der WIFI-Programmierkurs gefördert werden?

Ja, über das AMS-Bildungskonto, Landesförderungen und Bildungskarenz. In Wien kommt der waff als Förderstelle dazu. Die Kosten können so um 50-100 Prozent reduziert werden.

Lesen Sie auch

← Zurück zum Ratgeber

Nützliche Online-Rechner