Sicherheitsfachkraft (SFK): Ausbildung und Karriere im Arbeitsschutz
Jeder Betrieb in Österreich mit mindestens einem Arbeitnehmer braucht eine Sicherheitsfachkraft (SFK) – so will es das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG). Das macht die SFK-Ausbildung zu einer der sichersten Weiterbildungsinvestitionen am Arbeitsmarkt.
Aufgaben einer Sicherheitsfachkraft
Die SFK berät und unterstützt ArbeitgeberInnen in allen Fragen des ArbeitnehmerInnenschutzes: Gefahrenevaluierung, Arbeitsplatzgestaltung, persönliche Schutzausrüstung, Brandschutz, Erste Hilfe, Schulung der MitarbeiterInnen und Zusammenarbeit mit der Arbeitsinspektion.
Die SFK-Ausbildung
Die Ausbildung umfasst mindestens 288 Unterrichtseinheiten und ist im ASchG geregelt. Sie besteht aus einem allgemeinen Teil (Recht, Organisation, Gefahren) und einem fachspezifischen Teil. WIFI und BFI bieten die Ausbildung berufsbegleitend an – Dauer: 6-12 Monate. Kosten: 3.000-5.500 Euro.
Voraussetzungen
Für die SFK-Ausbildung brauchen Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung (Lehre, Fachschule, HTL oder Studium) und technisches Grundverständnis. Eine einschlägige Berufserfahrung ist empfehlenswert, aber nicht zwingend vorgeschrieben.
Gehalt und Karriere
SFK-ExpertInnen verdienen in Österreich zwischen 3.000 und 4.500 Euro brutto. Selbstständige Sicherheitsfachkräfte, die mehrere Betriebe betreuen, können deutlich mehr verdienen. Die Nachfrage ist stabil – jedes Unternehmen braucht eine SFK.
Häufig gestellte Fragen
Muss jedes Unternehmen eine SFK haben?
Ja, das ASchG verpflichtet jeden Arbeitgeber, eine SFK zu bestellen – entweder intern oder extern. Die Begehungszeit richtet sich nach der Anzahl der ArbeitnehmerInnen.
Kann ich die SFK-Ausbildung neben dem Job machen?
Ja, WIFI und BFI bieten berufsbegleitende Formate an (Abend- und Wochenendkurse). Die Ausbildung dauert dann 6-12 Monate.
Wird die Ausbildung gefördert?
Ja, über AMS-Förderungen, Landesförderungen und die AUVA.